Angst vor der Matura? Nicht am Holztechnikum Kuchl

 

Am Holztechnikum Kuchl (HTL, Fachschule, Internat) war man durch die Erfahrungen aus der Erwachsenenbildung (Werkmeisterschule) gut vorbereitet. Schnell war das gesamte Lehrerkollegium auf die neue Situation eingestellt. Wöchentliche Rückmeldungen der Schülerinnen und Schüler bringen das notwendige Feedback. „Die derzeitige Situation ist wohl für niemanden einfach, besonders für Grundschüler. Da haben wir in den Abschlussklassen schon etwas mehr Glück. Die meisten Themen für die Matura haben wir im Unterricht bereits behandelt, jetzt müssen wir diese nur mehr festigen. Die gegenwärtige Lage führt dazu, dass man zusammenhält und sich gegenseitig noch mehr hilft. Es hat eben alles Vor- und Nachteile“, fasst die angehende Maturantin des Holztechnikums Kuchl, Gabriele Hagenauer aus Oberösterreich die Situation zusammen.

„Nachdem wir alle Aufgaben am Montagvormittag bekommen, ist es möglich, sich die Arbeit frei einzuteilen. Unsere Klasse hat sich selbst gut organisiert. Es gibt beispielsweise regelmäßige gemeinsame Mathestunden“, beurteilt HTK-Schüler Daniel Rotter die Situation aus seinem eLearning-Arbeitsplatz in Salzburg.

 

„Mit der derzeitigen Situation hat vor wenigen Wochen noch keiner rechnen können. Gerade jetzt in der Vorbereitungszeit für die Matura können wir uns die Arbeiten durch den Heimunterricht individuell einteilen. Wichtig ist vor allem, dass wir ausreichend Material zur Verfügung haben und Lehrer für Fragen und Anregungen verfügbar sind. Wir benötigen für die abschließenden Prüfungen klare Informationen, der Termin sollte nicht noch weiter nach hinten verschoben werden“, so das Online-Statement des angehenden Maturanten aus dem Waldviertel, Thomas Koppensteiner.

„Ich persönlich sehe diese Situation als große Chance. So können wir unsere bisherigen Arbeitsmethoden überdenken und anpassen. Die Schülerinnen und Schüler sind sehr fleißig und es macht ihnen zusehends Spaß, sich auf eine andere Art mit dem Lehrstoff auseinanderzusetzen. Schülerinnen und Schüler, die bisher oftmals keine Hausaufgaben gemacht haben, sind jetzt erstaunlicherweise bei den Ersten dabei, die ihre Online-Arbeitsaufträge rücksenden“, berichtet KV Mag. Caroline Kranzl aus ihrem Homeoffice, welches sich bei Sonnenschein schon auch einmal auf dem Balkon befinden kann.

„Viele meiner Schüler und ich freuen uns schon wieder auf die Phase in Kuchl. Ich habe mir in der Zwischenzeit als Gag meine Klasse aus Stofftieren nachgebaut“, lächelt KV Mag. Petra Baumann.

Durch die bereitgestellten Wochenpläne finden sich nicht nur die Maturanten sondern auch die jüngeren Schülerinnen und Schüler aus den ersten und zweiten Klassen mit der neuen Lernumgebung gut zurecht.

„Wir alle sind durch die Entwicklungen rund um Covid-19 gefordert. Wir nutzen einheitlich die Classroom-Plattform und verwenden zusätzlich Video-Dienste“, berichtet DI Hans Blinzer, Schulleiter am Holztechnikum Kuchl. In allen Theoriegegenständen wird der Unterricht nach der Wochenstundenbelastung des jeweiligen Gegenstandes geplant.

„Die Unterricht am HTK mittels eLearning kann trotz der kurzen Vorlaufzeit auf hohem Niveau weitergeführt werden. So wird auch in der häuslichen Umgebung eine gewisse Lernroutine erreicht“, berichtet Diplom Betriebswirt (FH) Hans Rechner, Geschäftsführer am Holztechnikum Kuchl.

 

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